Heute geht es um ein – wie ich finde – extrem spannendes Thema. Es geht darum, warum uns Veränderungen so schwer fallen.
Veränderungen können der Jobwechsel sein, die neue Aufgabe oder auch eine neue Verhaltensweise. Gerade letzteres spielt ja bei dem Thema Kundenorientierung eine wichtige Rolle.
Der Mensch ist und bleibt ein Gewohnheitstier und viele Verhaltensweisen sind über viele viele Jahre hinweg anerzogen und da ist er schwer diese abzulegen oder auch zu verändern.

Mit meinen Coachings & Training gebe ich Dir ja Hilfsmittel und Werkzeuge an die Hand, wie Du zukünftig einfacher und klarer mit Deinen Kunden kommunizieren kannst, um mehr Erfolg beim Verkauf Deiner Dienstleistungen zu haben. Da gehört es natürlich dazu, dass Du bestimmte Dinge ‘neu’ oder auch ‘anders’ machst, als bisher.
Darum soll es heute gehen. Mit diesem Blog möchte ich Dir generell Tipps geben, und da gehören Tipps zum Thema Veränderungen mit dazu.
Wobei es in dem Fall eher um das Verständnis geht, woraus dann die Tipps entstehen.

Was passiert also wenn wir die Komfortzone, das Altbekannte verlassen?

Eine Veränderung durchläuft immer mehrere Phasen, das eine Mal schnell, das andere Mal etwas langsamer, je nach dem wie gravierend die Veränderung ist und wie hoch die Notwendigkeit eigeschätzt wird.

Die erste Phase ist der Schock.
Wie, ich muss was verändern? Wieso das denn? Was ich soll meine Komfortzone verlassen?
Wenn Du meine anderen Blogartikel gelesen hast, kann es auch da vorgekommen sein, dass da die erste Reaktion war, Was sagt sie da? Wieso muss ich mich als Fotograf/in mit Kundenorientierung auseinander setzen? Viele reagieren hier erstmal gar nicht, bzw. stellen sich tot, und hoffen, dass es sich von alleine gibt, oder die Veränderung doch nicht kommt. Die innere Haltung ist sehr abwartend.

Die zweite Phase ist die Verneinung.
Sowas brauch ich nicht, das hab ich schon immer so gemacht! Was denkt die sich eigentlich? Das funktioniert doch eh nicht!’ In dieser Phase sind wir gerne mal zornig und gehen auf Konfrontation. Wir wollen die Veränderung nicht und bekämpfen diese, in dem wir versuchen zu beweise, dass die alten Verhaltensmuster durch aus zum Erfolg führen. In so einer Situation werden auch gerne alle Kunden (um mal bei der Kundenorientierung zu bleiben), die mit unserer bisherigen Vorgehensweise kein Problem hatten. Wenn wir dann jedoch erkennen, dass es allerdings auch einige Kunden gibt, die uns doch nach dem Preis fragen, die danach etwas reklamieren (berechtigt oder nicht ist hier erst mal irrelevant) und wir auch feststellen, dass diese immer mehr werden, kommen wir in die 3. Phase.

Die dritte Phase ist die Akzeptanz.
Diese geht häufig einher mit einer Einsicht, dass die Veränderung doch nötig ist. Du akzeptierst es, weil Du den Sinn dahinter erkennst. Je nach Veränderungsumfang und wie einschneidend diese ist, ist das auch das ‘Tal der Tränen’. Die neue Situation wird einem sehr deutlich bewusst. Jeder der schon eine Trennung hinter sich hat, kennt diesen Moment. Hier hinterfragen wir uns und gestehen uns ein, dass doch nicht alles so golden ist, wie wir es uns ausgemalt haben. Die Herausforderung in dieser Phase ist nicht im Sumpf aus Selbstzweifel und Selbstmitleid zu versinken, sondern genau diese Energie zu nutzen um voran zu kommen.
Mit dem (erneuten) Ausprobieren von neuen Verhaltensmustern kommen wir zur nächsten Stufe.

Die vierte Phase ist die Erkenntnis.
Mit viel Zuversicht und energiegeladen wagen wir den Schritt auf unbekanntes Terrain. Du wirst die Dinge, die Du gelernt hast, ausprobieren. Vor allem bist Du dir in dieser Phase bewusst, dass Du neue Dinge üben musst, um sie zu beherrschen. Denk nur mal an die ersten Bilder zurück, die Du je fotografiert hast. Sehen die so aus, wie die Bilder von heute? Auch da gab es Rückschläge, doch Du wolltest Dich verbessern und weiterentwickeln. Genauso ist es auch bei der Kundenorientierung oder Mitarbeiterführung oder bei sonstigen Themen. So wie sich der Stil in der Fotografie ändert so ändern sich auch die Kunden.
Du wirst in dieser Phase bewusst auf Deine Vorgehensweise achten, und mit jedem Mal sicherer werden. Dadurch stellen sich erste Erfolge ein und Du gewinnst die Erkenntnis, dass die Veränderung richtig und wichtig ist. Je öfter Du Dinge tust, desto eher werden sie für Dich zur Gewohnheit. Und damit kommen wir zur letzten Stufe des Veränderungsprozesses.

Die fünfte Phase ist die Integration.
Mittlerweile ist das Neue nicht mehr ungewohnt und gehört mit zu Deiner Routine. Damit ist die Veränderung abgeschlossen, denn sie ist nun voll integriert.
Es fällt Dir nicht mehr auf, Du musst nicht mehr viel darüber nachdenken.
So ein Veränderungsprozess findet sich in so ziemlich allen Lebenslagen wieder. Sei es wie bei meinen beiden Themen Kundenorientierung und Mitarbeiterführung oder auch bei der Ernährung, beim Sport, bei ‘schlechten’ Angewohnheiten, bei einer Trennung oder in der beruflichen Laufbahn.
Es gibt Situationen, die durchläuft der ein oder andere sehr schnell, bei anderen Veränderungen dauert dieser Prozess um einiges länger.
Das alles hängt zum einen von der eigenen Veränderungsbereitschaft ab, zum anderen auch von der Größe der Veränderung.
Frag mal einen leidenschaftlichen Raucher wie es ist, dieses aufzuhören, weil er wirklich muss und es ihm on außen vorgegeben wird.

In der Grafik siehst Du wie dieser Prozess aussieht.

Wenn Du Mitarbeiter führst und Interesse daran hast, wie Du diese bei einer Veränderung in Eurem Business begleiten kannst, melde Dich bei mir.
Ich coache Dich hier gerne.

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Ich freu mich wie immer auf eine spannende Diskussion zu dem Thema.

Viele Grüße

Stephanie