Warum Du nicht auf die Konkurrenz schauen solltest!

Und wann es Sinn macht, das doch zu tun!

Immer wieder höre und lese ich von Fotografinnen, die sich über die vermeintliche Konkurrenz aufregen. Gerade beim Thema Preiskalkulation kommt häufig der Satz “Die Kunden gehen lieber zur billigen Konkurrenz”. Oder auch “Ich hab hier im Ort einen Mitbewerber, der das viel günstiger anbietet. Da kann ich gar nicht so hohe Preise verlangen.”
Es gibt allerdings auch die Situationen, in denen ich das Gefühl habe, die Fotografin fühlt sich durch die Konkurrenz bedroht. Darum möchte ich heute einmal darauf schauen, warum Du nicht auf die Konkurrenz schauen solltest!

1. Lass Dich nicht runterziehen!

Häufig ist es so, dass es einen verunsichert, wenn man sich mit anderen vergleicht. Ganz egal ob im beruflichen oder auch im privaten Kontext. Meist wirkt das Gras auf der anderen Seite immer grüner als im eigenen Garten. Gerade durch Instagram wird einem eine Welt vorgegaukelt, die so gar nicht existiert. Du hast vielleicht auch schon den ein oder anderen Feed gesehen, bei dem Du denkst, “Wow, was für eine Fotografin, die ist bestimmt schon ausgebucht.” Wohingegen Du Dich wunderst, wo die Buchungen bleiben. Sich mit anderen zu vergleichen, erst Recht mit der Konkurrenz tut selten gut. Spätestens wenn Du merkst, dass Du neidisch bist und negativ über die Konkurrenz redest, solltest Du aufhören Dich mit ihr zu vergleichen.
Man sagt ja so schön “Konkurrenz belebt das Geschäft” allerdings nur unter ein paar Voraussetzungen. Warum Du Dich auch nicht vergleichen solltest?

2. Du bist einzigartig!

Dich gibt es nur einmal auf der Welt, außer Du bist vielleicht ein eineiiger Zwilling. Selbst dann wirst Du Dich von Deinem Wesen und Charakter von Deinem Zwilling unterscheiden.
Du bist mit Deinen Leistungen einmalig. Dein Blick auf die Welt und die Menschen ist es, was Dich von Deinen Mitbewerbern unterscheidet. Deine eigenen Landkarten im Kopf, Dein Geschmack, Dein Sinn für Ästhetik. All das gehört Dir und keinem anderen. Selbst wenn Du nicht die einzige Fotografin im Umkreis von 50 km bist – was sehr wahrscheinlich ist – Du bist anders als der Rest. Deine Schwerpunkte sind andere, Deine Wunschkunden gehören zu einer anderen, vielleicht ähnlichen Zielgruppe. Dein Fotografie Stil ist ein anderer. Damit meine ich nicht den Bearbeitungsstil, der ist mittlerweile Trends unterlegen. Klar kannst Du auch da ein Alleinstellungsmerkmal haben, doch greifen viele Fotografinnen aus praktischen Gründen auf Presets zurück, die sich jeder, und damit meine ich wirklich jeder, kaufen kann. Der Stil, wie Du die Dinge wahrnimmst und sie fotografisch festhältst, ist das was Dich von der Konkurrenz unterscheidet. Konzentriere Dich darauf. Und vor allem konzentriere Dich auf Deine Persönlichkeit! Die bringt wirklich kein anderer mit! Damit komme ich zum nächsten Punkt!



3. Ihr seid nicht vergleichbar!

Selbst wenn Du die gleiche Zielgruppe ansprichst wie Dein Mitbewerber vor Ort, so seid ihr dennoch nicht vergleichbar. Natürlich sieht sich der Kunde die unterschiedlichen Seiten an und vergleicht. Doch Du solltest das nicht tun. Du solltest Deine Stärken hervorheben. Sowohl auf Deinen Seiten als auch im persönlichen Gespräch. Konzentriere Dich auf Deine Wunschkunden, auf das was sie mögen. Es wird immer etwas geben, worin Du Dich von Deiner Konkurrenz unterscheidest. Die Zielgruppe mag im ersten Moment gleich wirken, wenn man die groben Faktoren wie Alter, Wohnort, etc. heranzieht. Doch je tiefer und genauer Du Deine Zielgruppe definiert hast und kennst, desto mehr wirst Du Unterschiede haben.
Du und Dein Mitbewerber vor Ort seid vielleicht beide Hochzeitsfotografen und sprecht somit Paare im Alter von 25-45 an (um einfach mal eine Zahl zu nennen). Die Paare wohnen in einem Umkreis von 75km von Deinem Wohnort. Du hast Deine Zielgruppe jedoch noch weiter eingeschränkt, sie sind z.B. Tierlieb, haben selbst Hund, Katze oder Pferd, gehen gerne wandern in den Bergen, sind umweltbewusst, hören gerne was so im Radio gespielt wird. Dein Mitbewerber hat aber vielleicht eine Tierhaarallergie, weswegen Kunden mit Tieren rausfallen, seine Wunschkunden gehen gerne ins Museum und machen Städtetrips, lieben Wellness Urlaube und gehen gerne in außergewöhnliche Restaurants. Der musikalische Geschmack geht in Richtung Klassik, Jazz und auch Helene Fischer hat es ihnen angetan.
Durch diese Feinheiten werdet ihr ganz andere Kunden ansprechen. Letztlich entscheidet auch Sympathie und Vertrauen darüber, zu welcher Fotografin die Kunden gehen.
Schließlich ist das die Basis. Wir wissen alle, dass es auch Menschen gibt, mit denen wir einfach nicht können. Das ist normal und auch vollkommen in Ordnung.

4. Der Markt ist groß genug!

Wie im Punkt vorher bereits erwähnt, gibt es ganz unterschiedliche Vorstellungen von Wunschkunden. Das ist wunderbar, denn der Markt ist groß genug. Diese “Ellbogen” Mentalität ist nicht nötig. Wenn Du in dem, was Du tust, und warum Du es tust, klar bist und ganz gezielt Deine Wunschkunden ansprichst, wirst Du auch genau die erreichen und für Dich gewinnen.
Früher hat man mal gesagt, der Markt ist wie ein Kuchen und jeder versucht sich das größte Stück zu sichern. In manchen Branchen mag das vielleicht noch so sein. Doch als Fotografin hast Du so viele potentielle Kunden, die Du gar nicht alle bedienen kannst. Mal ein paar Zahlen aus 2016 vom statistischen Bundesamt (ganz ohne Zahlen geht es dann doch nicht).
In 2016 sind gut 418.000 Ehen und Lebenspartnerschaften geschlossen worden. Die ganzen freien und kirchlichen Trauungen sind da gar nicht berücksichtig! Wenn man diese Zahl ins Verhältnis dazu setzt wie viele Hochzeitsfotografinnen und -Fotografen es gibt, haben alle genug zu tun! Mir ist natürlich auch bewusst, dass von dieser Zahl nicht alle einen Hochzeitsfotografen buchen, wenn es allerdings auch nur die Hälfte ist, die sich einen Fotografen für die Hochzeit bucht, bleibt immer noch gut zu tun. Für die Familienfotografie gilt das sowieso. Aus diesem Grund macht es auch keinen Sinn, sich zu sehr mit der Konkurrenz zu beschäftigen.

5. Es lenkt Dich vom wichtigsten ab!

Natürlich sollte man hin und wieder schauen, was die Mitbewerber vor Ort so machen. Doch wenn Du Dich zu sehr damit beschäftigst, bleibt eines auf der Strecke! Nämlich Dein eigenes Business! Wenn Du nämlich immer nur schaust, was X, Y und Z so machen, bleibt keine Zeit mehr für Dich. Noch dazu läufst Du Gefahr, zu kopieren statt einzigartig und kreativ zu sein. Du wirkst dann wahrscheinlich wenig authentisch, sondern eher gezwungen und aufgesetzt. Wenn Du Deine Kunden erreichen willst, ist es wichtig, Dich und Deine Stärken zu zeigen. Deine Persönlichkeit entscheidet. Wenn Du Dir da noch nicht sicher bist, wie Du Deinen Mehrwert findest, oder genau das nach außen zu kommunizieren, nutz gerne eine kostenlose Fokus-Session bei mir. Dann schauen wir gemeinsam auf Deine Herausforderungen und finden für Dich die Wege, die zu Dir und Deinen Zielen passen. Wichtig ist, dass Du Dich auf Dein Business fokussierst und Dich nicht davon ablenken lässt, was Deine Konkurrenz in der Zwischenzeit macht! Dann wirst Du auch das verdienen, was Du wert bist!

Wann Du trotzdem auf die Konkurrenz schauen solltest!

Hin und wieder macht es Sinn, sich die Konkurrenz genau anzusehen. Zum Beispiel dann, wenn Du gerade dabei bist, Dich als Marke zu finden. Wenn Du Deinen Mehrwert und Deine Stärken definieren willst. Du willst ja wissen, worin Du Dich konkret unterscheidest, damit meine ich nicht den Preis. Der ist tatsächlich erstmal eher nebensächlich. Der richtet sich schließlich danach, was Du verdienen willst, wie hoch Dein Gewinn sein soll. In dem Fall geht es wirklich darum, was Du bietest, was die Konkurrenz nicht anbietet. Und bitte nicht in die Richtung, was die Konkurrenz alles kann und Du nicht. Es geht darum Dich auf Deine Stärken zu konzentrieren und nicht darum, Dich klein zu machen. Also nicht runterziehen lassen.

Die Konkurrenz als Triebfeder

Der Blick auf die Konkurrenz kann allerdings auch eine Triebfeder sein! Nämlich dann, wenn Du Dir denkst, das will ich auch! Ich will auch so erfolgreich sein, ich will auch so tolle Bilder machen. Ich will auch tolle Kunden, die bereit sind in mich als Fotografin zu investieren. Dann ist es wichtig, Dir zu überlegen, was Du dafür tun kannst. Um auf Deine eigene Art erfolgreich zu sein und tolle Bilder zu machen (was übrigens nur wenig mit der Ausrüstung zu tun hat).  Die Konkurrenz kann also durchaus auch inspirieren und Dich dazu bringen, Dich zu verbessern und über Dich hinaus zu wachsen.
So eine ähnliche Situation hatte ich vor Jahren mal mit einem lieben, früherer Kollegen. Wir waren zusammen auf der Photokina um Neuheiten einzukaufen. An einem Abend waren wir auf einer Abendveranstaltung und ich fand es faszinierend, wie spielend leicht er mit fremden Menschen Small Talk betrieben hat und wie vielseitig sein Wissen auch über den Konzern war. Ich wollte das auch, und dachte aber immer, dafür bin ich viel zu schüchtern (übrigens ein blockierender Glaubenssatz). Doch dann hab ich überlegt, was ich dafür tun muss, um auch so locker, entspannt und sympathisch mit mir fremden Menschen ins Gespräch zu kommen. Also hab ich geübt und mich in verschiedene Themen eingelesen und hab einfach mal meine Komfortzone verlassen. Ich bin meinem früheren Kollegen daher unendlich dankbar, denn hätte ich dieses Erlebnis damals nicht gehabt, weiß ich nicht ob mein Weg bis heute der gleiche geblieben wäre. Also wenn Du Dich mit der Konkurrenz vergleichen willst, dann um Dich selbst zu verbessern und nicht um Dich klein zu machen und runter ziehen zu lassen.

 

Wie sind Deine Erfahrungen mit dem Thema Konkurrenz? Lässt Du Dich verunsichern oder spornt es Dich an? Lässt Du Dich davon ablenken oder arbeitest Du fokussiert an Deinem Business?
Schreib es mir gerne in die Kommentare. Ich freu mich auch über Wünsche, Anregungen und Feedback.
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