Warum eine klare Positionierung für Dein Personal Branding so wichtig ist

Als selbstständige Fotografin stehst Du als Person für Dein Unternehmen. Daher musst Du Dich auch intensiv um Dein Personal Branding kümmern. Du brauchst eine klare Positionierung, damit Du einen hohen Wiedererkennungswert hast. Doch nicht nur dafür ist es wichtig, dass Du Dich klar positionierst. Es hat noch viele weitere Vorteile, auf die ich in diesem Blogbeitrag eingehen möchte.

Was ist überhaupt Personal Branding?

Der Begriff ist derzeit ein großes Thema und viele fragen sich, was ist das denn überhaupt. Wir hören immer wieder davon, dass es wichtig ist und dass wir uns als Selbstständige damit befassen müssen. Doch so richtig erklärt wird es nicht.
Beim Personal Branding geht es darum, dass Du als Mensch die Marke bist, Du stehst im Fokus, nicht Deine Produkte. Natürlich ist es wichtig, dass Du auch zeigst, was Du anbietest und wie Du arbeitest. Doch gerade im Dienstleistungsbereich kaufen Menschen nach wie vor bei Menschen ein.

Deine Kunden wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben, wer das hinter der Kamera ist. Sie wollen sich gut aufgehoben fühlen und jemanden, dem sie vertrauen. Deswegen geht es beim Personal Branding darum, Dich ins Rechte Licht zu rücken. Dich zu präsentieren und Deine Einzigartigkeit herauszustreichen. Dein USP (=Unique Selling Point), Dein Alleinstellungsmerkmal bist in erster Linie Du selbst. Und das spiegelt sich auch in Deiner Positionierung wieder.

Spitze oder breite Positionierung?

Du fragst Dich jetzt vielleicht, wie Du Dich denn nun positionieren sollst. Vielleicht fragst Du Dich gerade auch, was Dich einzigartig macht, denn es gibt ja auch noch jede Menge anderer Fotografen, die das Gleiche anbieten.
Natürlich gibt es auch andere Fotografen, die Babybauchfotos, Hochzeiten oder Portraits anbieten. Achte jedoch darauf, nicht zu viel anzubieten, nur weil andere das auch machen, und Du mal gehört hast, man muss das machen, nur damit man Geld verdient. Oder Du musst alles anbieten, um überhaupt Kunden zu bekommen.

Ich rate meinen Kundinnen immer dazu, sich einen Schwerpunkt zu suchen. Sich spitzer zu positionieren und nicht zu viele verschiedene Themen anzubieten. Wenn Du zu breit aufgestellt bist, wird es Dir schwerfallen, für Deine Wunschkunden sichtbar zu sein. Denn Kunden für Hochzeiten interessieren sich für andere Dinge als Kunden für ein Familienshooting. Kunden, die ein Tiershooting für ihren Hund buchen haben andere Wünsche als Kunden für ein Cakesmash. Und jeder von ihnen will bitte auch die passenden Inhalte sehen.

Natürlich kann es Sinn machen, Kunden auf einem längeren Weg zu begleiten. Zum Beispiel dann, wenn Du Babybauch, Newborn und Cake Smash Shootings anbietest. Das ist ein überschaubarer Zeitraum, in dem Du eine längere Kundenbeziehung aufbauen kannst. Da kannst Du frühzeitig an Deiner Sichtbarkeit für diese Kunden arbeiten. Denn Deine Wunschkunden haben ähnliche Interessen, nämlich Schwangerschaft, Geburt und Kindererziehung im ersten Lebensjahr.

Ich selbst bin zum Beispiel sehr spitz aufgestellt mit meinem Coaching Business, meine Zielgruppe besteht vorwiegend aus Fotografinnen, die davon träumen, von ihrem Herzensbusiness leben zu können. Als Fotografin hab ich den typischen Fehler gemacht, den sehr viele zu Beginn machen.
Ich hab einfach mal alles angeboten. Kam eine Anfrage für eine Taufe? Klar, mach ich. Hochzeiten? Sowieso, denn die bringen ja das meiste Geld. (Achtung Glaubenssatz) Babybauch und Newborn? wieso denn nicht? Studio und Outdoor? klar, wenn die Kunden das wollen? Akt Shootings? Hab ich noch nicht so oft gemacht, biete ich trotzdem an, das Geld kann ich grad brauchen.

Das alles war nicht sonderlich zielführend. Denn ich hab alles gemacht, nichts davon aber so richtig. Ich hatte durch diese vielen verschiedenen Aufträge auch gar nicht die Möglichkeit, mich auf etwas zu spezialisieren und darin richtig gut zu werden. Erst nachdem ich mir Hilfe bei einem Coach gesucht habe, hab ich angefangen mich auf mein Herzensthema Lieblingsmensch Shootings zu konzentrieren. Diese besondere Beziehung zwischen Menschen, die sich nahe stehen, in Bildern festzuhalten. Und das am liebsten Outdoor, verbunden mit einem Spaziergang durch die Natur oder durch die Nürnberger Innenstadt. Und ich liebe diese Fotos von meinen Kunden heute noch und immer noch bekomm ich Nachrichten von früheren Kundinnen, die nach wie vor happy sind, wenn sie die Bilder an der Wand hängen oder im Album sehen.

Nie wieder die anderen Bereiche?

Eine Angst möchte ich Dir jedoch noch nehmen. Denn wenn ich meinen Kundinnen rate, sich zu spezialisieren, das zu tun, was am besten zu ihnen und ihrer Marke passt, kommt häufig dieser Satz:

Aber mir machen die anderen Bereiche auch Spaß!

Ich will Dir nichts wegnehmen. Ich will Dir nur dabei helfen, Dich auf das für Dich und Deine Ziele wichtige zu fokussieren. Nur weil Du Dich spitzer positionierst und Dein Personal Branding mehr in eine Richtung bringst, heißt das nicht, dass Du alles andere nie wieder fotografieren darfst. Es geht einfach darum, Marketing zu machen, das zielführend, sinnvoll und authentisch ist. Marketing, das zu Dir und Deinen Kunden passt. Marketing, dass nicht übermäßig viel Zeit und Budget verschlingt.
Du sollst in etwas investieren – ganz egal ob Zeit, Geld oder beides – dass Dich wirklich voranbringt. Und dazu gehört es eben, sich klar zu positionieren. Eine Marke aufzubauen, die Dich widerspiegelt und die die Kunden anzieht, die Du vor Deiner Kamera haben möchtest. Den Kalender mit Shootings zu füllen, die Dir Deinen Lebensunterhalt bezahlen und Dir gleichzeitig die nötige kreative Abwechslung bieten.

Du sollst Dich so positionieren, dass Kunden gerne den Weg auf sich nehmen, um ein Shooting bei Dir zu bekommen. Deine Kunden sollen sich darauf freuen, einen Termin bei Dir bekommen zu haben, weil Du die Expertin für ihr Shooting bist. Was hält Dich noch davon ab, Dich spitzer zu positionieren?

Positionierung und Wunschkunden

Damit das allerdings gelingt, ist es eben so wichtig, dass Du Dich nicht nur damit auseinander setzt, was Du anbieten willst, sondern vor allem für wen Du das alles machst. Zu Deiner Positionierung gehören eben auch Deine Wunschkunden. Du musst sie kennen, um zu wissen, was sie sich wünschen. Welche Erwartungen sie an Dich, Deine Bilder, Deinen Service stellen. Wenn es um Dein Personal Branding geht, um Deinen Aufbau als Marke, als Unternehmerin, beschäftigst Du Dich auf der einen Seite ganz intensiv mit Dir selbst, was willst Du machen, was willst Du erreichen. Und auf der anderen Seite auch mit Deinen Wunschkunden. Denn ohne Kunden kein Business. Es greift alles ineinander. Auch das Thema Preis spielt bei der Positionierung eine Rolle, doch dazu geh ich in einem extra Beitrag ein.

Wenn Du mir schon länger folgst, weißt Du, dass ich besonders auf diesen beiden Themen, Wunschkunde und Preise immer wieder herumreite, denn sie sind einfach so wichtig für Deinen unternehmerischen Erfolg. Meine Kundinnen aus meinem Onlinekurs und auch in den Einzelcoachings können da ein Lied davon singen.

Im nächsten Blogbeitrag geh ich dann noch ausführlicher auf das Thema Positionierung über den Preis ein. Wenn Du Fragen, Wünsche oder Anregungen hast, lass es mich wissen und schick mir eine Mail an hallo@stephanieschlicker.de