Oktober 2018

Jetzt ist der Oktober 2018 auch schon wieder rum und ich frag mich, wo das letzte Jahr geblieben ist. Vor einem Jahr stand ich noch vor der Entscheidung, wie es für mich nach der Elternzeit weitergeht. Heute schreibe ich einen Rückblick auf den letzten Monat in meinem ganz eigenen jungen Business. Der Oktober hatte es in sich. Für mich war es tatsächlich ein ziemlich emotionaler Monat. Doch eines nach dem anderen.

Im September lief mein erster Online Kurs als Beta-Test. Wie Du vielleicht im letzten Beitrag gelesen hast, war auch das eine aufregende Zeit für mich. Das Feedback, das mich jedoch nach dem Kursende erreicht hat, war einfach genial. So viele Teilnehmerinnen haben Klarheit darüber bekommen, wen sie als Kunden möchten und wie sie diese erreichen. Sie haben den ersten Schritt in Richtung mehr Umsatz mit den Wunschkunden begangen. Die Effekte daraus sind toll, so dass eine Teilnehmerin ganz begeistert nach einem Shooting mit neuen Kunden in der Gruppe geschrieben hat, dass sie wirklich neue Wunschkunden vor der Kamera hatte. Eine andere hat direkt die Tipps bei Preisverhandlungen umgesetzt und wurde ohne Wenn und Aber von ihren Kunden gebucht. So soll es sein.

Nach dem Kurs ging es in eine andere Phase über. Beim Aufbau eines Business geht es immer darum, neue Kunden zu gewinnen. So war der Plan nach dem gelungenen Kurs ein Gruppencoaching für die Teilnehmerinnen anzubieten. Das ging mal sowas von daneben. Woran das genau lag, darüber kann ich nur spekulieren. Einen Grund weiß ich allerdings bereits, nämlich meine verkrampften “JETZT KAUFEN” Emails. Wie Du weißt, lass ich mich von Iris Weinmann coachen, da sie den Weg, ein Online Business aufzubauen, bereits gegangen ist. Iris hat wirklich Ahnung von dem was sie tut und ohne sie wäre ich heute noch lange nicht da, wo ich jetzt nach gut 9 Monaten bin.

Was übrigens enorm ablenkt beim Blogartikel schreiben, ist ein Akkordeon spielender und russische Lieder singender Nachbar. Er wohnt im Erdgeschoss und ich im ersten Stock. Aber nicht direkt darüber. Du kannst Dir also vorstellen, wie laut das für die direkten Nachbarn sein muss, wenn ich das hier höre.

Launch Sickness nach Email Sequenzen

So zurück zum Thema. Iris und ich erarbeiten gemeinsam meine Strategien, um mein Business zum Laufen zu bringen. Dazu gehört eben auch ein Produkt Launch über eine Email Sequenz. Das Gruppencoaching für die Teilnehmerinnen des Beta Kurses war so aufgebaut, dass es wunderbar auf die Inhalte des Kurses zurückgreift und meine Kundinnen eine smarte Strategie an die Hand bekommen hätten, ihre Wunschkunden für sich zu begeistern. Doch auf dem Weg dahin lag noch das notwendige Übel, die Email Sequenz. Wie ich sie hasse. Diese typischen 0815-Bullshit Mails á la LOS KAUF JETZT. Doch sie gehören nun mal zum Online Business. Da mir diese Art zu verkaufen nicht liegt (Achtung Glaubenssatz, daran kann ich arbeiten), kam was kommen musste. Ich war frustriert, weil nichts passiert ist und bekam Launch Sickness. Bitte was? Launch Sickness? An dieser Stelle mal wieder ein Verweis auf die wunderbare Judith (bei Dir muss es ständig in den Ohren klingeln, so oft wie ich Dich in letzter Zeit erwähne, Achtung, kommt noch öfter). Durch sie hab ich gelernt, dass es einen Namen für dieses “Alles doof, bescheuerte Emails”-Frustgefühl gibt. Launch Sickness bekommt man nämlich dann, wenn sich in einem alles dagegen sträubt, diese typischen Verkaufsemails zu schreiben. Oder, wie Judith (klingeling) in ihren mega genialen Emails erklärt hat, wenn man noch ein Gewissen hat.

Judiths Emails aus den Höllenkreisen des Online Marketing kamen nämlich zu meinem absoluten Frusthöhepunkt. Zu einer Zeit als ich für mich ganz untypische Mails á la “Das war’s” rausgeschickt habe.  Zu einem Punkt, als mich alles angekotzt hat (entschuldige bitte die Wortwahl) und ich mich gefragt habe, was ich da eigentlich mache. Hoch emotional. Im ersten Moment war dann erst recht alles doof, denn die Mails auf den Höllenkreisen waren witzig, geistreich, genial. Kein Wunder, wenn jemand, der geboren ist, um Geschichten zu schreiben, Emails verschickt.

Kampf dem 0815-Bullshit-Marketing

MArketing, Online Coaching, Business Coaching, Online MarketingDa ich allerdings jemand bin, der nicht so schnell aufgibt, erst recht nicht bei etwas so unglaublich tollem und gutem wie meinem eigenen Coaching Business für Fotografinnen, kam die Kämpferin in mir hoch. Ganz nach dem Motto aufstehen, Krone richten, weitermachen. Gemeinsam mit Judith und Iris sage ich dem 0815-Bullshit-Marketing den Kampf an. Das muss doch auch anders gehen. Emails ja, aber bitte so, wie ich es gut finde und so, dass ich mich nicht zu sehr verbiegen muss. Auch wenn ich Verkaufen gelernt habe und das richtig gut kann – man darf sich auch mal selbst auf die Schulter klopfen – so ist es doch etwas neues für mich, über Email Sequenzen zu verkaufen.

Verkaufen funktioniert nun mal am besten, wenn man wirklich zu 100% a) hinter seinem Produkt und b) hinter der Verkaufstechnik steht. a) unterschreibe ich Dir immer sofort und meine Angebote bestehen jeden Freundinnen oder Oma Test und b) gehe ich da meinen eigenen Weg, nämlich verkaufen auf eine wertschätzende, charmante und ehrliche Weise. Wie Du vielleicht weißt, ist dieses “pushy – Kauf jetzt” nicht meins, ebenso wenig wie verkaufen durch Angst. Auch wenn ich weiß, wie es geht und auch wenn ich damit wahrscheinlich einige Kunden mehr hätte, widerstrebt es mir. Ich will, dass meine Kundinnen mich buchen, weil sie den Nutzen für sich erkennen, weil sie mir vertrauen. Und weil sie wissen, dass ich sie schneller an ihr Ziel bringen kann, ihre Wunschkunden zu erreichen, mehr Umsatz zu machen, mehr Klarheit und Selbstsicherheit zu bekommen.

Auch wenn Verkaufen durch Angst funktioniert, ist es immer noch extrem manipulativ. Denn sobald wir Menschen Angst haben, setzt unser Verstand aus.
Zu diesem Thema war ich im Oktober 2018 zu Gast im Live Interview auf Instagram bei Alex von Frau Herz. Wir haben uns darüber unterhalten, warum ich das nicht mag, und was es mit uns macht, wenn wir Angst haben. Wie Du vielleicht weißt, vertrete ich die Meinung, dass Kunden immer ein gutes Gefühl haben sollen, wenn sie uns buchen. Und kein mulmiges, weil sie uns nur buchen, weil sie Angst vor Verlust von was auch immer haben. Als Verkäufer Deiner eigenen Leistungen hast Du die Wahl, ob Du beim Kunden das Kopfkino positiv oder als Horrorszenario anwerfen willst. Frag Dich allerdings immer, ob Du möchtest, dass Du selbst durch Angst manipuliert wirst.

Emotionen, Geduld und Disney

Der Oktober 2018 war für mich jedoch auch ein Monat, der meine Geduld ganz schön auf die Probe gestellt hat. Mein Business läuft seit Februar und ich bin stetig am Wachsen und Lernen. Ich durfte in dieser Zeit schon so viele tolle Fotografinnen kennenlernen. Doch bin ich auch ziemlich ungeduldig und hätte gerne schon deutlich mehr Kunden und auch deutlich mehr Umsatz gemacht. Doch alles kommt zu seiner Zeit. Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht. Dennoch war ich, wie oben schon mal erwähnt, im Oktober emotional ziemlich aufgeladen. Ich hatte tolles Feedback für den Kurs bekommen, habe mit Iris einen genialen Coach an meiner Seite, habe Freunde und Familie, die mich unterstützen und an mich glauben, und doch ging gefühlt so gar nichts vorwärts. Auch das gehört zum Aufbau eines eigenen Business dazu.

Die Frage ist einfach, wie geht man mit diesen Phasen um? Nicht jeder ist für die Selbstständigkeit gemacht und auch ich kämpfe immer mal wieder mit den typischen Selbstzweifeln, ob ich denn gut genug bin, etc.. Doch entscheidend ist in diesem Moment, wie sehr man es wirklich will. Wie sehr glaubt man an sich und sein Idee. Lohnt es sich weiterzumachen oder hört man lieber auf. Der Aufbau eines Business ist ein Marathon und in einer Podcast Folge von der wunderbaren Sina Paries ging es darum, dass die letzten Kilometer vor dem Ziel die härtesten sind. In dieser Podcast Folge ist sie auf meine Frage eingegangen, wie man weiter geduldig bleibt. Der Punkt ist einfach, dass wir beim Aufbau eines Business nicht genau wissen, bei welchem Kilometer wir in unserem eigenen Marathon sind. Vielleicht bin ich schon kurz vorm Ziel.
Warum ich Dir das erzähle? Weil es einfach dazu gehört beim Aufbau eines Business. Viele Fotografinnen stehen vor den gleichen Herausforderungen. Es braucht einfach auch Geduld, Struktur und Fokus. Der Aufbau eines Business ist eben nicht immer eitel Sonnenschein. Doch es lohnt sich definitiv. Wenn es das ist, was Du tun willst, woran Dein Herz hängt, lohnt es sich dran zu bleiben.

Disney Methode, Coaching, Business Coaching für FotografinnenManchmal kann es nur sein, dass Du Deine Vorgehensweise ändern musst. So wie ich in Bezug auf die Email Sequenzen. Was mir dabei hilft, neue Ideen zu entwickeln und neue Wege zu finden, ist die Disney Methode. Der ein oder andere, der meinen Newsletter schon länger bekommt, kennt sie bereits. Ich mag sie sehr gerne, denn sie hilft, neue Sichtweise zu entdecken. Sie hilft vor allem auch, mit den typischen Selbstzweifeln umzugehen.
Bei der Disney Methode gibt es drei Rollen, die Du einnehmen kannst.

Als erstes den Visionär, erlaube Dir dabei, groß zu denken, es gibt keine Grenzen.
Dabei kommt uns häufig der Kritiker in die Quere, das ist die zweite Rolle, die Du einnehmen kannst. Der Kritiker legt den Finger gerne in die Wunde und zeigt sämtliche Risiken und Was wäre, wenn Szenarien auf. Das Problem dabei ist, dass wir im Alltag hier aufhören und der Visionär in uns sich traurig verkriecht und sagt, der Kritiker hat Recht. Dabei ist die dritte und letzte Rolle die entscheidende. Diese Rolle oder Sichtweise ist der Realist. Er schaut sich die Visionen an, hört sich die Bedenken des Kritikers an und bringt beides zusammen. Der Realist in uns bringt uns ins Machen. Er sorgt dafür, dass die Risiken minimiert werden und aus Visionen Ziele werden.

In den Coaching Gesprächen mit meinen Kundinnen nutzen wir diese Methode besonders dann, wenn es darum geht, neue Ideen und Strategien zu entwickeln und schnell in die Umsetzung zu kommen. Die Disney Methode hat mir dabei geholfen, meine Mails auf eine andere Art und Weise zu schreiben. Sie hilft mir, neue kreative Wege zu gehen, meine Kunden von mir zu begeistern. Sie holt mich aus meiner Komfortzone und bringt mich zum Beispiel dazu, meinen Blogartikel über das Thema Konkurrenz unter einem Facebook Beitrag von Calvin Hollywood zu posten. Frage nicht, wie es meinem inneren Kritiker geht, ich glaub der hat einen Herzinfarkt bekommen.

 

Einladung

Wenn Du Lust hast, die Disney Methode einmal auszuprobieren, lade ich Dich gerne ein, dies mit mir gemeinsam in einem 30-minütigen kostenlosen Fokus Gespräch zu tun. Zwischen dem 5. und 9. November biete ich Dir die Möglichkeit an, mit mir darüber zu sprechen, wo Du stehst, wo Du hinwillst und wie ich Dich auf diesem Weg unterstützen kann. Du kannst Dich gerne direkt hier anmelden, dann bekommst Du Zugriff auf meinen Kalender.